08.05.2012 / Gemeinsame Presseerklärung von DIE LINKE im Kreistag Göttingen und DIE LINKE Kreisverbände Göttingen, Northeim und Osterode
Auf ihrer Regionalkonferenz in Osterode haben die südniedersächsischen LINKEN ihre Ablehnung zu einem Zusammenschluss der drei Landkreise Göttingen, Northeim und Osterode bekräftigt. Vor dem Hintergrund auch von Fusionsplänen einzelner, zum Teil hochverschuldeter Gemeinden, spricht sich DIE LINKE in Südniedersachsen für eine deutlich bessere Finanzausstattung der Kommunen aus.
Dr. Eckhard Fascher, Fraktionsvorsitzender von DIE LINKE im Göttinger Kreistag: „Fusionen lösen keine strukturellen Probleme. Die Fusionsdebatte lenkt von den eigentlichen Ursachen der Finanzmisere der Kommunen ab. Wir fordern deren bessere finanzielle Ausstattung mit auskömmlichen eigenen Steuereinnahmen ähnlich wie in Skandinavien. In Dänemark und Schweden werden der größte Teil der öffentlichen Ausgaben durch die Kommunen getätigt.
Carlo Bleichert, Vorsitzender DIE LINKE KV Northeim: „Starke Kommunen bedeuten für uns, dass diese die Daseinsvorsorge kontrollieren müssen. So ist ein Zweckverband für einen privaten ÖPNV Augenwischerei, wir fordern einen öffentlichen, durch die Kreise kontrollierten ÖPNV in Südniedersachsen.“
Frank Kosching, Kreistagsabgeordneter und Kreisvorsitzender DIE LINKE Osterode: "Die technokratische Großkreislösung wäre für Rot-Grün politisch opportun, für die Bürger aber eine massive Verschlechterung. DIE LINKE fordert eine obligatorische Bürgerbefragung. Von der Sondierung am 15. Mai erwarten wir einen großen Schritt in Richtung Landkreis Goslar und die Terminierung offizieller Fusionsverhandlungen für einen vereinten Westharzkreis. Den Zeitplan der Landräte Reuter und Wickmann werde ich am 21. Mai im Kreistag nicht akzeptieren.“
28.04.2012 / Gemeinsame Pressemitteilung DIE LINKE im Kreistag Göttingen und Göttinger Linke im Stadtrat Göttingen
Die Gespräche um eine mögliche Fusion der drei südniedersächsischen Kreise haben vor allem gezeigt, dass es erhebliche Unstimmigkeiten zwischen den Landkreisen Göttingen und Northeim sowie der Stadt Göttingen einerseits und dem Kreis Osterode anderseits gibt. Der Vorsitzende von DIE LINKE im Kreistag Dr. Eckhard Fascher: „ Es herrscht Konfusion um die Fusion. Das Reutersche Projekt eines schuldenfreien Großkreises Göttingen scheint sich langsam zu einem Wunschtraum zu verflüchtigen. Osterode tendiert immer mehr nach Goslar und damit entschwindet auch eine Entschuldungshilfe, in welcher Höhe auch immer sie ausfallen würde.“ Der Fraktionsvorsitzende der Göttinger Linken Gerd Nier: „Wir bleiben dabei: Sollte es tatsächlich noch zu einer Kreisfusion mit wem auch immer kommen, müssen die Bürgerinnen und Bürger gefragt werden. Die Folgen werden gravierend sein. Eine Entschuldung durch das Land würde – wie in der Stadt auch für den Großkreis – einen massiven Personalabbau und gewaltige Einschnitte bei den freiwilligen Leistungen bedeuten. Wer das nicht will, muss sich gegen eine Fusion stellen.“
23.04.2012
Auf der vergangenen Kreismitgliederversammlung der Partei DIE LINKE. am 18.04. in Göttingen wurde Patrick Humke mit großer Mehrheit als Kandidat für einen aussichtsreichen Platz auf der Landesliste zur niedersächsischen Landtagswahl von den Mitgliedern nominiert. Humke habe, so Dietmar Reitemeyer, Sprecher im Kreisverband DIE LINKE., in der aktuellen Legislatur sehr gute und überzeugende Arbeit in der Landtagsfraktion geleistet.
"Patrick Humke ist nicht nur ein erfahrener Kommunalpolitiker, der sich für die Belange insbesondere der benachteiligten Menschen einsetzt sondern arbeitet auch auf Landesebene sehr kompetent als sozialpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion. Der Kreisverband Göttingen wird ihn auch im kommenden Wahlkampf nach Kräften unterstützen.", sagte D. Reitemeyer.
12.04.2012 / Pressemitteilung der Kreistagsfraktion
DIE LINKE in Göttingen ist entsetzt über die rechtswidrige Abschiebung eines 27jährigen Studenten nach Armenien, die ohne vorherige Terminankündigung erfolgt ist.
Der Fraktionsvorsitzende von DIE LINKE im Kreistag Dr. Eckhard Fascher: „Nicht nur das Land Niedersachsen, auch der Landkreis Göttingen ist hier in der Verantwortung. Auch unter dem neuen Landrat werden eigene Spielräume zu Gunsten der Betroffenen nicht genutzt und regelmäßig hier lange lebende und gut integrierte Menschen abgeschoben, die kaum noch Bezug zu ihrer alten Heimat haben. Im vorliegenden Fall wurde zudem zur Durchsetzung dieser unmenschlichen Praxis rechtswidrig gehandelt. Dies ist ein Skandal. Die Argumente von Herrn Riethig sind absolut nicht nachvollziehbar. Der Landkreis hätte die Abschiebung umgehend stoppen sollen und den Mann notfalls nach der Zwischenladung in Moskau aus dem Flugzeug holen lassen können. Wir fordern den Landkreis auf, sofort den abgeschobenen jungen Mann nach Göttingen zurückkehren zu lassen.“
26.03.2012 / Pressemitteilung der Kreistagsfraktion
In einem gemeinsam mit dem Kreistagsabgeordneten der Piratenpartei, Andreas Schelper, eingebrachten Antrag fordert die Kreistagsfraktion der Partei DIE LINKE., allen Bürgerinnen und Bürgern den kostenlosen Zugang zu Informationen, die bisher dem herkömmlichen Urheberrecht unterliegen, nicht nur zu ermöglichen, sondern die Weiterverbreitung und kommerzielle Nutzung nichtamtlicher Veröffentlichungen unter der Creative Commons Lizenz „CC BY 3.0“ ausdrücklich zu gestatten.
Die Lizenz „CC BY 3.0“ ermöglicht die weitere Verarbeitung und Verbreitung eines Werkes oder von Auszügen daraus, wenn diese als Zitat gekennzeichnet sind.
„Die Verbreitung der in das Internet gestellten Dateien wird hierdurch erleichtert. Damit erhöht sich neben der besseren Nutzbarkeit der Informationen auch die Bekanntheit der Veröffentlichungen des Landkreises Göttingen“, so Dr. Eckhard Fascher, Fraktionsvorsitzender der LINKEN.
Da der Landkreis Göttingen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit selbst bestimmt, welchem urheberrechtlichen Modell er seine Erzeugnisse unterstellt, wird in dem Antrag zudem gefordert, dass auch alle Erzeugnisse von juristischen Personen, an denen der Landkreis Göttingen beteiligt ist, unter der zuvor genannten Lizenz veröffentlicht werden. Damit leiste der Landkreis einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Erweiterung des digitalen Allgemeingutes.
01.03.2012 / Pressemitteilung der GöLinke-Ratsfraktion
Die angebliche Rechtmäßigkeit der Durchsuchungsbeschlüsse für Wohnungen in der Roten Straße ist bis heute nicht beschlossen, eine schriftliche Erklärung fehlt. Die GöLINKE. Ratsfraktion sieht sich in ihrer bisherigen Einschätzung des Sachverhalts bestätigt. „Da posaunt unser Polizeipräsident zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit heraus, dass der Brand im Kreishaus der linken Szene zuzurechnen sei, ohne bis heute auch nur einen einzigen stichhaltigen Beleg, sprich Beweis dafür zu liefern. Das kann doch bei sonst so akribisch arbeitenden Institutionen nicht nur Schlampigkeit sein? Sollten da womöglich bewusste Täuschung, oder politische Motivation eine Rolle spielen?“, sagte Gerd Nier, Fraktionsvorsitzender der Göttinger LINKEN Ratsfraktion
Die fehlenden Urteile des Landgerichts Göttingen würden auch im Landtag ein Nachspiel haben. Patrick Humke (MdL; DIE LINKE) sagte „Wir werden eine diesbezügliche Anfrage im Landtag stellen und eine rechtmäßige Aufklärung einfordern! Derart diffamierende Vorwürfe werden wir nicht hinnehmen.“
In diesem Falle zeige sich wieder einmal, dass Polizei und Justiz mit politisch motivierten Vorverurteilungen arbeiteten, die die politische Opposition zum Ziel hätten.
„Politische Einäugigkeit“, so Nier „ist zwar anscheinend schwer zu heilen, aber wenn man die Scheuklappe wenigstens ab und zu etwas lüften würde, zumindest ein bisschen korrigierbar“.
23.02.2012 / Pressemitteilung der GöLinke-Ratsfraktion
So hatten sich Verwaltung und Mehrheitsfraktionen das erste Bürgerforum zum sog. Zukunftsvertrag wohl nicht vorgestellt. Kam doch nach Auforderung des Moderators Dr. Henning in einer ersten Runde das Pro und Kontra zu diesem Vertrag zu diskutieren in den zahlreichen Beiträgen fast ausschließlich Ablehnung und massive Kritik durch die BürgerInnen zum Ausdruck. Da konnten sich der Vertreter des Innenministeriums und insbesondere Stadtrat Suermann noch so bemühen, den Anwesenden im vollgefüllten Ratssaal, die vermeintlichen Vorzüge des geplanten Entschuldungshilfeprogramms anzupreisen.
Immer wieder wurde in den differenzierten und sachlichen Beiträgen der BürgerInnen darauf verwiesen, dass sie sich eine wirkliche Sanierung der kommunalen Finanzen nur durch grundsätzliche strukturelle Veränderungen im Finanzausgleich vorstellen können. Deutlich wurde bemängelt, dass die Vertreter der gleichen Parteien, die in den letzten beiden Jahrzehnten das zunehmende „Austrocknen“ der Kommunen bejammerten anscheinend nichts bewegen konnten bei ihren Parteikollegen/innen in den Landesparlamenten und im Bundestag. Vielmehr scheinen die meisten der heutigen Abgeordneten völlig vergessen und verdrängt zu haben, wo sie ihre politische Karriere einmal begonnen haben, nämlich in den Kommunen.
Vielfach wurde auch betont, dass man nicht dazu bereit sei, sich an einer Diskussion zu beteiligen, bei welcher Mittel für Einrichtungen und Organisationen, ob bei Kultur oder Sozialem mehr oder weniger gekürzt werden sollten. Hier zeigte sich eine klare und erfreuliche Solidarität untereinander.
So waren dann auch nur noch wenige der TeilnehmerInnen wirklich bereit, sich in der zweiten Runde ernsthaft an der Diskussion einzelner Kürzungsvorschläge zu beteiligen. Etliche zogen es vor, zu diesem Zeitpunkt dann die Veranstaltung zu verlassen. Die Göttinger Linke fühlt sich durch diese deutlichen Beiträge der BürgerInnen gestärkt in ihrer Argumentation und ablehnenden Haltung zum sog. Zukunftsvertrag.
„Wir sind gespannt darauf, wie sich die Verwaltung und die das Entschuldungshilfeprogramm favorisierende große Mehrheit der Ratsmitglieder gegenüber dieser doch überdeutlich gewordenen Kritik verhalten werden“, so Gerd Nier, Fraktionsvorsitzender der Göttinger LINKEN.-Ratsfraktion. „Wir geben unumwunden zu, so eindeutig hatten wir das nicht erwartet, geschweige denn erhofft. Umso mehr freuen wir uns über das Engagement der vielen Rednerinnen und Redner.“
20.02.2012 / Pressemitteilung der GöLinke-Ratsfraktion
Es stand unüberhörbar bei fast allen Beiträgen des Oberbürgermeisters und der großen Ratsfraktionen im Ratssaal, das Unwort des Jahres 2010, „alternativlos“.
Und es galt den gerade eingebrachten Vorschlägen des sogenannten Entschuldunghilfeprogramms, das der OB dem Rat vorgelegt hatte.
Alternativlos die Schließung des Weender Freibades, alternativlos die Erhöhungen der Kindergartenbeiträge, der Beiträge für das Schulessen, der Grundsteuer B u.s.w. Alternativlos die mittelfristige Streichung von 100 Personalstellen, der Zuschüsse für Pro Familia, für den Frauennotruf und die Verbraucherberatung etc. etc.
Doch aus Sicht der Göttinger Linken gibt es politische Alternativen, wenn man nur ernsthaft will und sich auch traut, die eigenen MandatsträgerInnen im Bundes- und Landtag in die Pflicht zu nehmen. Wer eine auf Dauer gesicherte kommunale Selbstverwaltung erhalten will, wer eine gerechte Verteilung des Steueraufkommens zwischen Bund, Land und Kommunen will, der kommt nicht umhin, die Asymmetrie der Verteilung anzugehen. Mittelfristiges Ziel muss es sein, den Kommunen wieder mindestens 20 % am Gesamtsteueraufkommen zukommen zu lassen. Ziel muss es sein, dass Bund und Länder die Verantwortung dafür übernehmen, die von ihnen vorgegebenen gesetzlichen Aufgaben auch selbst zu finanzieren und nicht in weiten Teilen auf die Kommunen abzuwälzen. Und wenn da weiterhin blockiert wird, dann muss im Notfall auch der Klageweg beschritten und z.B. der Staatsgerichtshof angerufen werden. Hier aber mauern CDU, SPD und Grüne. In den Kommunen beklagen sie – zu Recht - die schlechte Finanzierung und auf Landes- und Bundesebene produzieren sie sie.
„Mit dem vorgelegten sog. Entschuldungshilfeprogramm (EHP) wird nur Flickschusterei betrieben, ohne die wirklichen strukturellen Probleme der Unterfinanzierung der Kommunen ernsthaft in Angriff zu nehmen“, so Gerd Nier, Fraktionsvorsitzender der GöLINKE.-Ratsfraktion.
„Wenn hier nicht Entscheidendes passiert, stehen wir in 10 Jahren mit einer möglicherweise teilweise getilgten Schuldenlast in einer deutlich weniger attraktiven Stadt vor den gleichen Problemen wie jetzt und „die Katze beißt sich in den Schwanz“.
16.02.2012 / Pressemitteilung der GöLinke-Ratsfraktion
In der vergangenen Sitzung des Sportausschusses gab die Verwaltung das erste Mal zu, dass sogenannte Entschuldungshilfeprogramm (‚Zukunftsknebelungsvertrag’) direkte, negative Auswirkungen auf das Leben der Göttinger Bürgerinnen und Bürger haben wird. Bislang hielt sich OB Meyer mit Kürzungsvorschlägen bedeckt.
„Die Bürgerinnen und Bürger wollen ihr Freibad in Weende behalten, dies wurde in der Sitzung des Sportausschusses deutlich. Der Förderverein Weender Freibad geht davon aus, dass es eine alternative, wesentlich günstigere Sanierungsmethode gibt. Für uns steht fest – hier wird ein Sanierungskonzept vorgelegt, dass lediglich dazu dient die Schließung des Freibades zu rechtfertigen. Die GöLINKE.-Ratsfraktion wird dem nicht tatenlos zuschauen“, sagt Civar Akad, sport- und kulturpolitischer Sprecher der GöLINKE.-Ratsfraktion.
Die GöLINKE. sieht sich in ihren Befürchtungen bestätigt, dass mit weiteren Einschränkungen zu rechnen ist.
„Die Behauptung der Stadtverwaltung, es gäbe keine weitreichenden Kürzungen, hat unsere Fraktion als einzige der Ratfraktionen von Anfang an bezweifelt. Die Schließung des Weender Freibades wird nur der Anfang einer ganzen Reihe von Schließungen sein. Bürgerinnen und Bürger werden mit dem Versprechen gelockt, es ginge der Kommune mit dem Entschuldungshilfeprogramm besser. Dabei wird jedoch verschwiegen, dass die geforderten Einsparungen einzig zu Lasten der freiwilligen Leistungen und der Investitionen erfolgen können. Einer solchen ‚Hilfe’ werden wir nicht zustimmen“, so Gerd Nier, Fraktionsvorsitzender der GöLINKE.-Ratsfraktion.
13.02.2012 / Pressemitteilung der GöLinke-Ratsfraktion
Mit Verwunderung und Befremden musste die Ratsfraktion der GöLINKE. zur Kenntnis nehmen, dass der Geschäftsführer der GWG Herr Hoffmann und der Grüne Ratsherr Ulrich Holefleisch am Dienstag, den 07. Februar Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerinitiative Leine BÜRGER und zweier Kleingartenvereine vom Leineberg zu einem Gespräch und einer Informationsveranstaltung eingeladen hatten. Zweck der Veranstaltung sollte sein, über einen geplanten Begrünungsgürtel am Rande des geplanten GVZ III zu informieren.
Dieses sei an allen Ratsgremien vorbei organisiert und durchgeführt worden. In welcher Funktion das Gespann Hoffmann-Holefleisch zu dieser Veranstaltung telefonisch eingeladen habe und warum nur eine zahlenmäßig sehr begrenzte Anzahl von Teilnehmerinnen und Teilnehmern zugelassen worden seien, ist offen geblieben. Im Ergebnis seien viele BürgerInnen des Leinebergs von diesem Gespräch ausgeschlossen worden.
Pikant sei, dass Ulrich Holefleisch weder als Ausschussvorsitzender gehandelt habe, noch als Aufsichtsratsmitglied der GWG gehandelt haben könne, da er keine dieser Funktionen mehr besetze.
Wenn er selbst nach eigener Aussage nur Gast der GWG gewesen sei, müsse sich der amtierende Geschäftsführer der GWG fragen lassen, warum er diese Einladung exklusiv Herrn Holefleisch ausgesprochen und wer oder was ihn für ein derartiges Handeln autorisiert habe.
„Das riecht doch ziemlich nach Mauschelei, wenn man Berichten glauben kann, dass das vorrangige Ziel sein sollte, den geplanten Ausbau des Siekangers zu einem Güterverkehrszentrum zu verteidigen und die Kritikerinnen und Kritiker zu beruhigen. Pikanterweise kam in diesem Gespräch ebenfalls zu Tage, dass an einem Bahnanschluss für das GVZ mit der ‚Spedition Zufall‘, als bisher einzigem gehandelten Interessenten, kein Bedarf seitens dieser Firma mehr vorliegen würde. Damit fällt das zentrale Argument der Grünen Ratsfraktion völlig in sich zusammen, aus ökologischen Gründen die erforderliche Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene in den Vordergrund zu stellen“, so Gerd Nier, Fraktionsvorsitzender der GöLINKE.
Dieses Vorgehen von GWG und Grünen belege erneut, dass nur mit transparenten Verfahren und einer Bürgerbeteiligung eine moderne Kommunalpolitik zu entwickeln sei. Die Grünen hätten sich von diesem Anspruch offenbar seit langem verabschiedet.
09.02.2012 / Pressemitteilung der GöLinke-Ratsfraktion
Die GöLINKE. Ratsfraktion bewertet den Internetauftritt der Stadt Göttingen als eine einseitige Darstellung von Scheinargumenten mit der Zielsetzung des Abschlusses des sogenannten ‚Zukunftsvertrages’ mit dem Land Niedersachsen.
Der Aufbau macht deutlich, dass es nicht darum geht, sich kritisch mit diesem Vertrag auseinanderzusetzen, sondern mithilfe der Verwaltungsspitze und der sie tragenden Fraktionen einseitige Informationen zu verbreiten, um einem echten, kritischen Diskurs aus dem Wege zu gehen.
„OB Meyer hat mit diesem Internetauftritt auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger ein Propagandainstrument zur Umsetzung der gemeinsamen Interessen der Fraktionen von SPD, Grünen und der CDU geschaffen. Aufbau, Inhalte und Darstellungsweise belegen, dass es in keiner Weise um die Aufklärung von Auswirkungen des sogenannten ‚Zukunftsvertrages’ zum Beispiel anhand von Auswirkungen aus anderen Kommunen geht. Hier sollen innerhalb kürzester Zeit Fakten geschaffen werden und die intransparente Politik der Ratsmehrheit zu Lasten der Menschen ohne großen Geldbeutel durchgesetzt werden“, so der LINKE finanzpolitische Sprecher und Landtagsabgeordnete Patrick Humke.
Die Ratsfraktion der GöLINKE habe bereits im Vorfeld die mangelhafte und viel zu kurze Bürgerbeteiligung scharf kritisiert und sie als ‚Alibiveranstaltung’ bezeichnet.
„Unter einem Bürgerbeteiligungsverfahren verstehen wir LINKE etwas anderes als zwei Veranstaltung und einen ungenügenden Internetauftritt in einem Zeitraum von vier Wochen! Die anderen Fraktionen agieren bereits seit einem Jahr mit der Absicht, diesen Vertrag abzuschließen. Zeit wäre genug gewesen ein echtes Beteiligungsverfahren durchzuführen. Aber offenbar hatten SPD, Grüne und CDU Angst vor den Bürgerinnen und Bürgern. Wir hoffen, dass sich die Piraten nicht auch noch vor den Karren der Verwaltung spannen lassen und ihre Forderung nach Transparenz und Offenheit ernst meinen. Denn sonst bliebe es dabei, dass die LINKEN die einzige Kraft wären, die Transparenz und ein gläsernes Rathaus fordern und in offenen Strukturen diskutieren“, so Humke weiter.
Das Vorgehen der Ratsmehrheiten bestätige die GöLINKE Ratsfraktion in ihrer Ablehnung des Zukunftsknebelungsvertrages.
06.02.2012 / Gemeinsame Pressemitteilung DIE LINKE. Kreistagsfraktion und DIE LINKE. Ortsverband Dransfeld
DIE LINKE begrüßt die Initiative für eine IGS Hann. Münden und sieht sich in ihrer Forderung bestätigt, dass Integrierte Gesamtschulen Regelschulen anstelle des gegliederten Schulsystems werden müssen.
Am kommenden Donnerstag soll im Schulausschuss des Göttinger Kreistages über die Umwandlung der bisherigen Haupt- und Realschule Dransfeld in eine so genannten Oberschule beraten werden. DIE LINKE im Kreistag und im Samtgemeinderat Dransfeld lehnen diese strikt ab.
Kreis-Fraktionsvorsitzender Dr. Eckhard Fascher: „Die niedersächsische Oberschule ist ein Modell der Landesregierung zur Rettung des gegliederten Schulsystems und der Gymnasien. Sie zementiert soziale Ungleichheiten und verhindert eine gute Schulbildung für einen großen Teil unserer Kinder.
Der Dransfelder Samtgemeinderatsherr Ulrich Maschke: „Eine Oberschule Dransfeld ohne gymnasialen Zweig anstelle der bisherigen Haupt- und Realschule ist die schlechteste aller Alternativen. Anstelle der Mogelpackung Oberschule fordern wir, dass die Landesregierung endlich die Einrichtung für Integrierten Gesamtschulen erleichtert, damit eine IGS Dransfeld ebenso wie in Hann. Münden geschaffen werden kann. Es muss endlich Chancengleichheit herrschen, kein Kind darf zurück bleiben.“
31.01.2012 / Pressemitteilung
DIE LINKE. Göttingen ruft unter dem Motto: "Die Willkür des Verfassungsschutzes stoppen - keine Verfolgung und Kriminalisierung LINKER Strukturen - Verfassungsschutz auflösen" zu einer Kundgebung am Gänseliesel am Donnerstag dem 02.02.2012 um 18.30 Uhr auf. Zeitgleich hält Verfassungschef Wargel, auf Einladung des CDU-Kreisverbandes, einen Vortrag zum Thema ‚Extremismus in Niedersachsen und Göttingen’ im fünf Sterne Hotel ‚Freizeit In’.
„Niedersachsens VS Chef Wargel räumte jüngst ein, dass sowohl DIE LINKE., als auch Teile ihrer Landtagsabgeordneten und antifaschistische Gruppen in Göttingen mit geheimdienstlichen Mitteln bespitzelt werden. Das ist ein Skandal! Damit machen Wargel und Innenminister Schünemann ihren Hass gegenüber allem Linken deutlich. Gleichzeitig werden rechte Täter immer wieder verharmlost“, so Patrick Humke, MdL.
Göttingen spiele bei dieser geheimdienstlichen Überwachung eine besondere Rolle und auch Humke sei persönlich von dieser Bespitzelung betroffen.
„Die Verfolgung einer rechtmäßigen, demokratischen und oppositionellen Partei durch den sogenannten ‚Verfassungsschutz’ ist nicht nur skandalös, sondern straft den so genannten Verfassungs-‚schutz’ Lügen. Denn hier wird nicht die Verfassung, sondern das politische Interesse der regierenden Parteien geschützt. DIE LINKE. ist vielmehr die Partei, die das Grundgesetz immer wieder vor weiteren Aufweichungen verteidigt“, so Doreen Wohlrab Sprecherin des Kreisverbands DIE LINKE. Göttingen.
„Während Nazis jahrelang unbehelligt im Untergrund agieren und Menschen töten konnten, verschwendet der sogenannte ‚Verfassungsschutz’ Zeit und Steuermittel um diejenigen auszuspionieren, die diesen Geheimdienst kontrollieren sollen. Wie weit darf diese Behörde eigentlich noch gehen? Wir werden auf parlamentarischem Wege alle uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, diesen Inlandsgeheimdienst abzuschaffen“, so Humke weiter.
26.01.2012 / Pressemitteilung der Kreistagsfraktion
Die Linksfraktion im Göttinger Kreistag begrüßt das vom Sozialgericht Hildesheim erlassene Urteil, wonach einer Familie aus Adelebsen der volle Mietaufwand zu erstatten ist und betrachtet dies als eine Bestätigung der von ihr erhobenen Forderung, die Kosten der Unterkunft im Landkreis Göttingen anzuheben. Bereits im Dezember hatte DIE LINKE. im Kreistag beantragt, ab dem Jahr 2012 einen Sicherheitszuschlag von 10 Prozent über den Werten nach § 12 des Wohngeldgesetzes zu gewähren.
Es hat sich herausgestellt, dass in der Vergangenheit erstellte Mietgutachten von den Sozialgerichten verworfen wurden und somit keineswegs rechtssicher sind.
„Auf Seiten des Landkreises wird offenbar auf Betreiben des Sozialdezernenten wider besseren Wissens gehandelt und man lässt es – im Bewusstsein der unsicheren Position der Betroffenen – allzu oft auf einen Rechtsstreit ankommen. Aus Sicht der LINKEN ist es daher besser, von vornherein einen Zuschlag von 10 Prozent zu gewähren“, so der sozialpolitische Sprecher der Fraktion, Andreas Gemmecke.
11.01.2012 / Gemeinsame Pressemitteilung von Patrick Humke, MdL, sozial- und gesundheitspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion und DIE LINKE. – Kreistagsfraktion
DIE LINKE. Fraktion im Göttinger Kreistag und der LINKE Landtagsabgeordnete Patrick Humke forderten eine umfängliche und öffentliche Berichterstattung über die generelle von der Landkreisverwaltung praktizierten und nach dem Asylbewerberleistungsgesetz vorgesehene medizinische Versorgung von Flüchtlingen.
„Es scheint unter dem neuen SPD-Landrat Reuter eine Kontinuität in der Auslegung des Asylbewerberleistungsgesetzes bezüglich der medizinischen Versorgung zu geben. Wir erwarten im kommenden Sozialausschuss und im Kreistag eine umfassende Berichterstattung zur diesbezüglichen Verwaltungspraxis im Landkreis Göttingen. Wir haben bereits in den letzten Wahlperioden immer wieder die mangelhafte Ausnutzung von Spielräumen in der Flüchtlingspolitik der schwarz-grünen Mehrheit kritisiert“, so Fraktionsvorsitzender Dr. Eckhard Fascher.
DIE LINKE. sähe durchaus Spielräume im Umgang mit den gültigen Flüchtlingsgesetzen, wie die aktuelle Praxis in anderen Bundesländern immer wieder beweise und erwarte von der Kreistagsmehrheit mehr Zivilcourage.
„Die in seltener Eintracht geäußerte Kritik von Niedersächsischem Flüchtlingsrat und Kassenärztlicher Vereinigung muss ernst genommen werden. Sie ist nicht aus der Luft gegriffen. Landrat Reuter soll endlich ein Machtwort sprechen und den CDU Dezernenten Wucherpfennig in seine Schranken verweisen. Das ist schließlich auch die Aufgabe des obersten Verwaltungsbeamten“, so der Landtagsabgeordnete Patrick Humke.
DIE LINKE. werde sich weiter für die Belange der Flüchtlinge in Stadt und Landkreis Göttingen und in Niedersachsen einsetzen. Menschenrechte gelten für alle. Es sei die Pflicht aller Demokratinnen und Demokraten, sich hier klar zu positionieren.
11.01.2012
Die LINKEN Ratsherren Civar Akad und Patrick Humke, MdL betrachteten die gestrigen Proteste gegen den Besuch des Innenministers Schünemann und des Göttinger Polizeichefs Kruse zur Wahlkampfunterstützung des CDU nahen RCDS zu den bevorstehenden StuPa-Wahlen als vollen Erfolg.
„Es ist deutlich geworden, dass Herr Schünemann mit seinen linkenfeindlichen Thesen in Göttingen nicht willkommen war. Es war beeindruckend wie mehr als 400 junge Menschen ihren Protest friedlich und kreativ Ausdruck verliehen haben. Erschreckend war das rabiate und unangemessene Vorgehen der Polizei. Hier sollte offensichtlich das Demonstrationsrecht gebeugt werden“, so Ratsherr Civar Akad.
Mit mehreren Hundertschaften sei die Veranstaltung für den RCDS durchgesetzt worden, selbst interessierten Bürgerinnen und Bürgern sei der Zutritt zur Veranstaltung durch Polizei und CDU Mitgliedern versagt worden. Das werfe nicht nur ein zwiespältiges Licht auf das Demokratieverständnis der Veranstalter, sondern auch auf die Polizei.
„Ich konnte selbst sehen, dass Polizeikräfte mit Anlauf und in voller Montur ohne Rücksicht Leute umrannten, wegschubsten, um offensichtlich Eingänge zum Saal zu besetzen. Die Universitätsleitung und die Universitätsverwaltung müssen sich fragen lassen, warum sie diese massiven Polizeieinsätze gegen ihre Studierenden unwidersprochen zugelassen haben. Immerhin war Herr Bolli Augenzeuge! Dieses Vorgehen wird auch ein parlamentarisches Nachspiel haben“, so der Ratsherr und Landtagsabgeordnete Patrick Humke.
Die LINKEN zeigten sich solidarisch mit den verletzten friedlich Protestierenden und fühlten sich bestätigt, dass LINKE Politik in Göttingen auch künftig nicht von Leuten wie Schünemann und Kruse unterbunden werden kann.